Flößerei
Die Flößerei war bis in das 19 Jh. die wichtigste Holztransportmöglichkeit. Die mutigen Männer banden damals mächtige Stämme zu Gestören zusammen und fuhren mit diesen vom Schwarzwald über den Rhein bis nach Amsterdam. Hierbei wurde oftmals zwischen die leichteren Hölzer (Tannenholz) schweres Eichenholz gebunden, um dies mittransportieren zu können. In den Niederlanden war das Holz sehr begehrt für Haus- und Schiffsbau. Die Flößer waren raue Gesellen und trieben es in den Städten, in denen sie anlegten, ziemlich bunt.
Glasbläserei
Besonders bekannt ist der Schwarzwald für seine Glasbläserkunst. Dieses Handwerk hat eine lange Tradition und wird bis heute fortgeführt. Der Holzhunger der Glashütten und anderen Gewerken war in den vergangenen Epochen enorm, sodass Teile des Nordschwarzwaldes komplett verschwanden. Damals benötigte man für ein Kilogramm Glas ca. zwei Kubikmeter Holz.
Ressourcenökonomie
Im Hinblick auf die gesetzten Ziele unserer Gesellschaft, weg von konventioneller Energie- und Ressourcenverschwendung hin zu einer umweltverträglicheren Wirtschaft, ist der Wald als Ressourcenquelle konkurrenzlos. Der Wald stellt zahlreiche nachwachsende Rohstoffe bereit. Welche Umweltwirkungen ihre Nutzung hat, hängt unter anderem von Waldbewirtschaftung, Entnahme, Verarbeitung, Transport, Nutzungsdauer sowie der weiteren Verwertung ab. Die Waldwirtschaft in Deutschland ist die mit am besten etablierte der Welt. Es wird geforscht und umgesetzt, kontrolliert und verbessert. Und das schon seit Jahrhunderten. Viele interessante Menschen haben sich Gedanken über den Wald gemacht und lassen uns heute mehr verstehen als je zuvor. Wir können in Symbiose mit der Natur wunderbare Wälder schaffen, die uns und der Umwelt mannigfaltige Möglichkeiten bieten.